Repräsentanz Tirol

Repräsentant

Mag. Dr. JOHANNES AUSSERLADSCHEITER


Fröhlerhof 311

A-6220 Buch

Tel.: +43 664 4321393

E-Mail: [email protected]                                         

 

 


Sitzend Michael Voldrich und Klaus Plangger (rechts). Dahinter von links: Harfenvirtuosin Claudia Ringler, Präsident-Stv. Johannes Ausserladscheiter, Repräsentantin von Wien Claudia Fellerund Autor sowie Hausherr Martin Reiter.
Sitzend Michael Voldrich und Klaus Plangger (rechts). Dahinter von links: Harfenvirtuosin Claudia Ringler, Präsident-Stv. Johannes Ausserladscheiter, Repräsentantin von Wien Claudia Fellerund Autor sowie Hausherr Martin Reiter.

Lyrischer Abend im Stoffelhäusl

 

Lyrik zum 1. April, also humorvoll und kurios, war im Stoffelhäusl in St. Gertraudi am Mittwoch der Karwoche angesagt.

 

Vorgetragen wurde Heiteres, Nachdenkliches, Anregendes und Aufregendes in Versform sowie in Kurzgeschichten und Erzählungen.

 

Begleitet von Harfenvirtuosin Claudia Ringler aus Strass im Zillertal gaben – moderiert von Johannes Ausserladscheiter – Klaus Plangger aus Breitenbach, Michael Voldrich aus Innsbruck, Claudia Feller aus Wien sowie Hausherr Martin Reiter ihre mit teils spitzer Feder entstandenen Werke zum Besten.

 

Vizepräsident Johannes Ausserladscheiter: „Die Gesellschaft der Lyrikfreunde hat Repräsentanzen in ganz Österreich. Unser Ziel ist es, das Interesse, das Verständnis und die Freude an guter Lyrik bei breiten Bevölkerungsschichten zu wecken und zu fördern.“ Die Mitglieder vertreten die Ansicht, dass gute Lyrik wie jede andere Kunstform, deren Material die Sprache ist, kommunikativen Charakter hat, also eines Partners bedarf. Dieser Partner bzw. diese Partnerin sind Leserinnen und Leser.


 

 

Große Ehre für unser Mitglied

Claudia Winkler.

 

Bei der Eröffnungsfeier der neuen Brücke in Schwaz wurde ihr Gedicht "An die alte Steinbrücke" groß präsentiert.

 

Mit diesem Gedicht belegte Claudia beim Leserpreis 2024 den 2. Platz.

 

 



Lesung vor dem Stoffelhäusl
Lesung vor dem Stoffelhäusl

Gelesenes Leben

 

Die Sonne strahlt an diesem Tag besonders schön und hell.

 

So mag sie auch vor 540 Jahren geschienen haben, als die letzten Balken und Schindeln verarbeitet und das Stoffelhäusl fertiggebaut war.

Diese Balken und Schindeln erzählen Geschichten aus fünf Jahrhunderten, sie bieten einen ganz besonderen Rahmen für diesen literarischen Kreis, der sich alljährlich hier zusammenfinden darf.

Jene Geschichten aus den Vergangenheiten werden um die Geschichten aus den Gegenwarten erweitert und verschmelzen auch zur Geschichte des Stoffelhäusls. Die Gesellschaft der Lyrikfreunde hat geladen und ihre treuen Freunde sind der Einladung mit lyrischer Hingabe und prosaischer Leidenschaft gefolgt.

Im Schatten des Stoffelhäusls haben Margit und Hannes Margreiter ein Kulturbiotop geschaffen, das Malerei und Literatur zu vereinen vermag. Und das nun schon zum 14ten Mal.

 

Per Losentscheid wurde festgelegt, wer beginnen würde und Petra Knoflach hat uns mitgenommen in das Leben von Marie von Ebner Eschenbach, das sie in Form einer Kurzbiografie mit ergreifender Sprachkunst und Hingabe ausführte. Harald Dorner hat mit den ausführlichen Tagebuch-Eintragungen eines Fliegerpiloten aus dem ersten Weltkrieg ein spannendes Kapitel der militärischen Fliegergeschichte mitreißend beleuchtet. Kurzgeschichten, die noch sehr lange nachwirken, hat uns Claudia Winkler anvertraut und damit unabsichtlich zur sinngebenden Überschrift dieses Berichtes beigetragen. Hannes Margreiter, Präsident der literarischen Gesellschaft und Malerprofessor, hat uns mit lyrischen Preziosen verwöhnt, die rings um St. Gertraudi in den malerischen Wäldern geschaffen worden sind. Als Haus-und Schirmherr dieses Kulturbiotops hat uns Martin Reiter mit einem weiteren seiner gut 1000 Talente verblüfft. Er hat prosarote Wölkchen ziehen lassen und es dem Universum angedichtet. Karin Ulrike Heiss gelingt es immer wieder, ihr Herz schreiben zu lassen, so trifft sie auch immer mitten in die Herzen ihrer aufmerksamen Zuhörer. Alexander Legniti, ein lyrisches Schwergewicht, hat mit unbekümmerter Leichtigkeit seine Gedichte vorgetragen, die er aus seinem einzigartigen Archiv (ca. 50 000 eigener Gedichte (!!) ausgewählt hat. Michael Voldrich zeigt seine avantgardistische Wortkunst durch schier verhaltene Sprachkunst, die mit jedem neuen Wort an facettenreichem Tiefgang zunimmt. Mit Margit Margreiters Worten beendet die Sonne ihr glühendes Tagwerk und im versiegenden Schein ihrer letzten Strahlen leuchten Margits poetische Sterne besonders hell und eindrucksvoll.

 

Es war ein ganz besonderer Abend, der vielleicht vor 540 Jahren im Stoffelhäusl auch so gewesen sein könnte und uns auch die nächsten Jahre hier wieder zusammenfinden lassen möge.

 

Tony Obergantschnig

10. Juli 2025

Fotos: https://photos.app.goo.gl/eQjJ4eTuYpNt2L888


https://pxhere.com/de/photo/566387
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Repräsentanzübergreifende Lesung

in Wien

 

Dienstag, 13. Mai 2025 um 18.00 Uhr

 

Diese Veranstaltung wird von der Repräsentanz Tirol veranstaltet.

 

Es lesen Tiroler Autoren und Mitglieder aus unseren anderen Repräsentanzen.

 

Vereinslokal des Tirolerbundes in Wien

 

Südtirolerplatz 5. 1040 Wien